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Übungsfragen: Pathologie weibliches inneres Genitale

Klicke auf „Antwort zeigen", um die Lösung anzuzeigen. Inhalte beruhen auf der Vorlesung „Pathologie weibliches inneres Genitale" (PD Dr. med. Mahmoud Abbas, FIAC, Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie, UKM). Tastatur: ↑↓ zum Navigieren, Enter zum Öffnen/Schließen, A = alle öffnen, S = alle schließen. Selbstbewertung: Alt = Falsch, Cmd = Richtig.

1) Wer hält die Vorlesung "Pathologie weibliches inneres Genitale" im 7. Fachsemester Zahnmedizin an der Universität Münster?

Die Vorlesung wird von PD Dr. med. Mahmoud Abbas (FIAC) vom Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie am UKM (Universitätsklinikum Münster) gehalten.

2) Wie ist die Anatomie des Uterus und der Adnexe aufgebaut und welche Phasen kennzeichnen den endometrialen Menstruationszyklus?

Anatomische Strukturen:

  • Fundus uteri, Corpus uteri, Endometrium, Myometrium
  • Isthmus tubae uterinae, Mesosalpinx
  • Ovar mit Lig. ovarii proprium, Lig. latum
  • Vasa uterina, Orificium internum, Canalis isthmi
  • Lig. cardinale (Mackenrodt), Canalis cervicis, Fornix vaginae, Ostium uteri
  • Strukturen am Ovar: Follikel, Epoophoron, Corpus albicans, Corpus luteum, Fimbria, Morgagni-Hydatide, Vasa ovarica

Menstruationszyklus:

  • Proliferationsphase: Gesteuert durch Östrogen; charakterisiert durch tubuläre Drüsen, mehrreihiges Epithel (zunehmend geschlängelt), Mitosen und ein kompaktes zytogenes Stroma
  • Sekretionsphase: Gesteuert durch Gestagen; charakterisiert durch einreihiges Epithel, initiale Vakuolisierung, ein zunehmend komplexes Innenrelief, Sekretionsprodukte und ein lockeres Stroma
3) Wie verlaufen die Hormonspiegel und die histologischen Veränderungen der Gefäße während des 28-tägigen Menstruationszyklus?

Der Zyklus wird durch das Zusammenspiel von FSH (Follikelstimulierendes Hormon), LH (Luteinisierendes Hormon), Östrogen und Progesteron gesteuert.

  • Der Östrogenspiegel steigt in der ersten Zyklushälfte an
  • Progesteron dominiert nach dem Eisprung (Tag 14)
  • Histologisch verändern sich Drüsen, Spiralarterien, Venen und venöse Sinusoide mit Anastomosen über die Basalarterie hinweg bis zur Blutung an Tag 28
4) Welche zwei Hauptphasen des Endometriums werden histologisch unterschieden?

Es wird zwischen der Proliferationsphase und der Sekretionsphase unterschieden.

5) Welcher Prozess beschreibt den Rückgang des Gewebes, der auf den Folien bildlich dargestellt ist?

Der Prozess wird als Involution bezeichnet.

6) Welche Ursachen und Formen von dysfunktionellen Blutungen und Entzündungen gibt es in verschiedenen Lebensphasen?
  • Neugeborene: Bedingt durch maternales Östrogen
  • Kinder: Häufig durch Tumoren
  • Reproduktionsalter: Ursachen sind Ernährung, Stress, Endometritis (akut/chronisch durch Keimaszension), IUP (Intrauterinpessar) oder Abort
  • Postmenopause: Häufig durch Tumoren bedingt

Blutungsformen:

  • Metrorrhagie: Irreguläre Intervalle
  • Menorrhagie: Exzessive Monatsblutung
  • Menometrorrhagie: Kombination aus beiden
7) Was ist eine Endometriose und welche Formen werden differenziert?

Endometriose ist eine Endometriumektopie, die an zyklischen Veränderungen teilnimmt.

Formen:

  • Endometriosis interna (Adenomyosis): Verlagerung von Endometrium in das Myometrium
  • Endometriosis externa: Verlagerung in extrauterines Gewebe (z. B. Ovar, Peritoneum)
8) Wie wird die Endometriose innerhalb der Gebärmutterwand bezeichnet?

Sie wird als Adenomyosis uteri bezeichnet.

9) Wo kann eine Endometriose externa unter anderem lokalisiert sein?

Sie kann beispielsweise im Ovar oder in Lymphknoten (LK) auftreten.

10) Was charakterisiert endometriale Polypen?
  • Treten meist postmenopausal auf ("Matronenpolyp")
  • Befinden sich überwiegend im Fundus
  • Zeigen eine stromale Proliferation
  • Dickwandige Blutgefäße
  • Zystische Drüsen mit atrophischem Epithel
11) Was ist die Ursache einer endometrialen Hyperplasie und welche Risikofaktoren gibt es?

Sie entsteht durch eine diffuse oder fokale Proliferation des Endometriums bei anhaltender Östrogenstimulation.

Ursachen/Risiken:

  • Anovulatorische Zyklen
  • Langzeit-Östrogentherapie ohne Gestagengabe
  • Adipositas (Aromataseaktivität im Fettgewebe)
  • Östrogenproduzierende Tumoren (z. B. Granulosazelltumoren)
12) Wie wird die endometriale Hyperplasie eingeteilt?

Die Einteilung erfolgt nach Architektur und Kernatypien:

  • Einfache Hyperplasie: Geringe Vermehrung oft zystisch aufgeweiteter Drüsen, selten Kernatypien
  • Komplexe Hyperplasie: Verzweigte Drüsenschläuche, kribriformes Muster; mit Atypie gilt sie als obligate Präkanzerose
13) Wie hoch ist das Entartungsrisiko der verschiedenen Formen der endometrialen Hyperplasie?
  • Einfache Hyperplasie: 1 % Risiko für Endometriumkarzinom
  • Komplexe Hyperplasie: 3 % Risiko
  • Mit Atypien: 30 % Risiko
14) Was sind die Merkmale und Risiken des endometrioiden Adenokarzinoms?
  • Tritt meist peri- oder postmenopausal auf
  • Risiken: Langfristige Östrogenwirkung (Therapie, Hyperplasie, Tumoren), frühe Menarche, späte Menopause, Nulliparität
  • Wird nach soliden Anteilen (Graduierung) eingeteilt
  • Breitet sich per continuitatem, lymphogen oder hämatogen aus

Sonderformen: adenosquamös, serös-papillär, klarzellig, muzinös

15) Wie wird ein Karzinom des Gebärmutterkörpers bezeichnet?

Es wird als Corpuskarzinom bezeichnet.

16) Welche mesenchymalen Tumoren und Mischtumoren des Uterus gibt es?
  • Leiomyomatöse Tumoren: Leiomyom, Leiomyosarkom
  • Stromatumoren: Stromaknoten, Stromasarkom
  • Müllersche Mischtumoren: Homolog oder heterolog
17) Was sind die Eigenschaften und Komplikationen eines Leiomyoms?
  • Die häufigste Neoplasie des weiblichen Genitale (> 70 % bei Frauen über 35 Jahren)
  • Besteht aus wirbelig texturierten Faserknoten aus Leiomyozyten ohne Atypien in einer kollagenen Matrix
  • Lokalisationen: intramural, submukös, subserös oder "in statu nascendi"
  • Komplikationen: Schmerzen, Blutungen, Infertilität
18) Was kennzeichnet das Leiomyosarkom des Uterus?
  • Das häufigste Sarkom des weiblichen Genitale, macht aber weniger als 0,1 % der leiomyomatösen Tumoren aus
  • Zeigt Faserknoten mit Hämorrhagien, Nekrosen und unscharfer Begrenzung
  • Histologisch: Zellreich mit Atypien und Mitosen
  • Immunhistochemisch: Aktin-positiv
19) Welche Infektionen und präkanzerösen Läsionen betreffen die Portio uteri?
  • Zervizitis: Oft durch Candida albicans, Neisseria gonorrhoeae oder Herpesviren
  • Kondylom: Durch HPV verursacht; Typ 16, 18 und 31 sind in präkanzerösen Läsionen (CIN) relevant
  • CIN-Stufen:
    • CIN I (leichte Dysplasie)
    • CIN II (mittelschwer)
    • CIN III (schwer)
  • Das Carcinoma in situ zeigt eine intakte Basalmembran ohne Invasion
20) Wie erfolgt das Screening und die histologische Einordnung von Zervixveränderungen?

Das Screening erfolgt per Cervix-Zytologie (Nachweis von Koilozytose, HPV-in-situ-Hybridisierung).

Die Stufen reichen vom normalen Epithel über Dysplasie und CIN-Stadien bis zum invasiven Karzinom.

21) Wie wird ein Karzinom am Gebärmutterhals genannt?

Es wird als Karzinom der Cervix uteri oder Cervix-Karzinom bezeichnet.

22) Wie werden Ovarialtumoren eingeteilt?
  • Oberflächenepithel-Tumoren: Serös, muzinös, endometrioid (jeweils benigne, borderline oder maligne)
  • Keimstrang-Stromatumoren: Granulosazell-, Sertoli-Leydigzell-Tumoren, Fibrome
  • Keimzell-Tumoren: Dysgerminome, Dottersacktumore, Teratome
23) Was ist eine Corpus-Luteum-Zyste?

Sie entsteht aus dem Gelbkörper (Corpus Luteum), der nach dem Eisprung Progesteron produziert. Wenn er sich nicht zurückbildet, kann er sich mit Flüssigkeit füllen und eine Zyste bilden.

24) Was ist eine Dermoid-Zyste?

Ein reifes zystisches Teratom; ein gutartiger Tumor, der aus Komponenten aller Keimblätter des Embryos besteht.

25) Welche Pathologien der Schwangerschaft werden unterschieden?
  • Frühschwangerschaft: Spontanabort, Extrauterin-Gravidität
  • Fortgeschrittene Schwangerschaft: Plazenta-Anomalien, Mehrlings-Plazenten, EPH-Gestose, (Prä-)Eklampsie
  • Infektionen und Trophoblasten-Erkrankungen
26) Was sind Ursachen und Komplikationen einer Extrauteringravidität?
  • Betrifft 1 % der Schwangerschaften
  • Die Implantation erfolgt außerhalb des Cavum uteri (Eileiter, Ovar, Abdomen etc.)
  • Ursachen: Eileiterfehlbildungen, Salpingitis oder Kompression
  • Komplikationen: Abort, Eileiterruptur, sekundäre Bauchhöhlenschwangerschaft oder Lithopädion
27) Welche Kreislaufstörungen der Plazenta gibt es?
  • Nabelschnurkomplikationen
  • Plazentainfarkt (intervillöse Thrombose)
  • Vorzeitige Plazentalösung (retroplazentares Hämatom)
  • Chorangiome
28) Welche Arten von Trophoblastenerkrankungen werden differenziert?
  • Blasenmole (HCG-erhöht): partiell oder komplett
  • Invasive Mole (Mola destruens)
  • Chorionkarzinom: Besteht aus Synzytio- und Zytotrophoblast ohne Zotten, HCG-erhöht
  • Plazentarer Plazentabett-Trophoblastentumor (PSTT): hPL-erhöht
  • Hyperplastische Implantationsstelle (EPS) und Plazentabettknoten (PSN)