Klicke auf „Antwort zeigen", um die Lösung anzuzeigen. Inhalte beruhen auf der Vorlesung „Pathologie des Pankreas" (PD Dr. Inga Grünewald, Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie). Tastatur: ↑↓ zum Navigieren, Enter zum Öffnen/Schließen, A = alle öffnen, S = alle schließen. Selbstbewertung: Alt = Falsch, Cmd = Richtig.
Die Vorlesung behandelt die Pathologie des Pankreas und wurde von PD Dr. Inga Grünewald vom Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie erstellt.
Das Pankreas (Bauchspeicheldrüse) gliedert sich in Kopf, Körper und Schwanz.
Es steht in enger anatomischer Beziehung zur Leber, zum Magen, zur Gallenblase mit dem Gallengang (Ductus choledochus), zum Pankreasgang und mündet an der Papille in den Dünndarm (Duodenum).
Histologisch unterscheidet man das exokrine Pankreasparenchym und die Langerhans-Inseln, welche das endokrine Pankreas bilden.
Exokrines Pankreas:
Endokrines Pankreas:
Es wird unterschieden zwischen:
Nach der Atlanta-Klassifikation (1992) gibt es:
Epidemiologie:
Diese Form ist äußerst selten und verläuft meist mild.
Sie wird durch Viren (z. B. Mumps, Coxsackie B) oder selten durch Bakterien ausgelöst.
Es handelt sich um eine nekrotisierende Erkrankung durch plötzliche Autodigestion.
Ursachen:
90% der Fälle verlaufen mild.
Morphologische Veränderungen:
Komplikationen:
Auslösende Faktoren (Alkohol, Gallensteine, Schock, Toxine) führen zur Freisetzung aktiver Enzyme.
Lipasen verursachen Fettgewebsnekrosen, was zur Freisetzung von Fettsäuren und weiterer Proenzym-Aktivierung führt.
Dies weitet die Nekrose auf Gefäße und Azini aus, was in Fibrose, Abszessen, Pseudozysten oder einer hämorrhagischen Nekrose münden kann.
Diese Folien enthalten klinische und pathologische Bildbeispiele zur Visualisierung der akuten Pankreatitis.
Sie ist eine entzündlich-fibrosierende Erkrankung mit bindegewebigem Ersatz des Drüsenparenchyms und Gangveränderungen infolge wiederholter autodigestiver Nekrosen.
Primäre Form:
Sekundäre obstruktive Form:
Kennzeichnend sind:
Die Abbildungen zeigen die makroskopischen und histologischen Veränderungen wie Fibrosierung und Gangunregelmäßigkeiten bei chronischem Verlauf.
Es kann zu folgenden Komplikationen kommen:
Es macht 92% der exokrinen Pankreastumoren aus.
Es hat eine sehr schlechte Prognose (1-2% 5-Jahresüberlebensrate) und ist nur in 10-15% der Fälle operabel.
Es tritt meist im 65.-85. Lebensjahr auf und hat eine hohe Letalität.
60-70% der Karzinome liegen im Pankreaskopf, was zu folgenden Veränderungen führt:
Histologisch imitiert es die Pankreasgänge.
Diese Folien zeigen histologische Aufnahmen des duktalen Adenokarzinoms, welche die drüsenähnliche (duktale) Anordnung der Tumorzellen verdeutlichen.
Diese seltenen "Inselzelltumoren" produzieren häufig Hormone und verursachen spezifische Syndrome.
Verteilung:
Das Verhalten ist ungewiss; trotz hoher Differenzierung sind sie oft maligne (Ausnahme: Insulinom).
Dennoch sind trotz Metastasierung oft lange Überlebenszeiten von 5-10 Jahren möglich.
Diese Folien dienen der visuellen Darstellung der histologischen Strukturen endokriner Pankreastumoren.