Klicke auf „Antwort zeigen", um die Lösung anzuzeigen. Inhalte beruhen auf der Vorlesung „Mammapathologie" (Dr. med. Sebastian Mühl, GDI für Pathologie, UKM). Tastatur: ↑↓ zum Navigieren, Enter zum Öffnen/Schließen, A = alle öffnen, S = alle schließen. Selbstbewertung: Alt = Falsch, Cmd = Richtig.
Die Vorlesung wurde von Dr. med. Sebastian Mühl vom GDI für Pathologie am UKM (Universitätsklinikum Münster) gehalten.
Inzidenz (Männer):
Inzidenz (Frauen):
Todesfälle (Männer):
Todesfälle (Frauen):
Nein, die meisten klinisch auffälligen Befunde sind gutartig (benigne).
Dies gilt für:
Bei einer UDH ist der Duktus (Milchgang) von einem heterogen hyperplastischen Epithel gefüllt. Häufig tritt dabei Mikrokalk auf.
Sie ist gekennzeichnet durch eine lobulozentrische Sklerose und atrophische Azini. Sie ist häufig mit abbildungsrelevantem Kalk assoziiert.
Die Wahrscheinlichkeit maligner Befunde steigt mit dem Alter (>50 Jahre am höchsten).
Ein Fibroadenom zeigt sich in der Mammographie als umschriebene Herdbildung und in der Makroskopie als solider, gut abgrenzbarer Tumor.
Die sklerosierende Adenose und die Atrophie sind die häufigsten Läsionen, die mit relevantem Kalk einhergehen.
Ein Papillom wird als B3 klassifiziert. Die wichtigste Differentialdiagnose (DD) ist das papilläre DCIS G1.
Eine radiäre Narbe ist eine komplexe sklerosierte Läsion (Klassifikation B3). Sie ist mit tubulären Karzinomen assoziiert und gilt als fakultative Präkanzerose.
Die Methoden umfassen:
Es wird auf Herdbildungen, Architekturstörungen und Verkalkungen geachtet.
In situ:
Invasiv:
Das duktale Carcinoma in situ (DCIS) macht 80 % der In-situ-Karzinome aus.
Im Gegensatz zur einfachen Hyperplasie sind beim DCIS (besonders beim Comedo-Typ) die Epithelien monomorph und atypisch; zudem ist es häufig mit Mikrokalk assoziiert.
Das DCIS wird in low, intermediate und high nuclear grade unterteilt und als B5a klassifiziert.
Klinisch: Ein erythematöses, schuppendes Ekzem an der Brustwarze.
Histologisch: In der Epidermis finden sich Cluster von duktalen Karzinomzellen, die größer sind und ein helleres Zytoplasma als die umgebenden Keratinozyten haben.
Die Folie zeigt Vergleiche zwischen G1- und G3-Graduierung sowie den Unterschied zwischen muzinösen und tubulären Karzinomen.
Bessere Prognose (+): Tubulär, Muzinös, Papillär, Sekretorisch, Adenoid-zystisch
Gleiche Prognose (±): Lobulär, Invasiv-mikropapillär
Schlechtere Prognose (-): Klarzellig (Glykogen-/Lipidreich)
Unklare Prognose (*): Medullär, Metaplastisch, Apokrin, Azinuszell-Karzinom
Die Lumina der terminalen duktulo-lobulären Einheiten sind durch Tumorzellen erweitert. Diese Zellen haben runde Kerne, kleine Nukleolen und weniger Zytoplasma als beim duktalen Typ.
Das LCIS macht etwa 20 % der In-situ-Karzinome aus. Die Folie zeigt zudem die Histologie eines invasiven lobulären Karzinoms.
Zu den Risikofaktoren gehören:
10-Jahres-Überleben:
5-Jahres-Überleben:
Günstige Histologien (tubulär, muzinös, medullär) haben ein 30-Jahres-Überleben von 60 % gegenüber 20 % beim NST.
Größere Tumoren und ein höheres Grading korrelieren mit einer schlechteren Prognose (gezeigt in Überlebenskurven).
Die Summe ergibt das Grading: G1 (3-5 Punkte), G2 (6-7 Punkte), G3 (8-9 Punkte).
Ki-67 ist ein wichtiger zusätzlicher Parameter zur Prognoseabschätzung ergänzend zum Grading.
Probleme:
Es korreliert stark mit dem Grading.
Die Bestimmung erfolgt via Immunhistochemie (IHC) und FISH:
FISH weist eine Genamplifikation (Verhältnis HER2-Gen zu CEP17) nach. Zudem wird die Prognose über Östrogenrezeptoren bestimmt.