Klicke auf „Antwort zeigen", um die Lösung anzuzeigen. Inhalte beruhen auf der Vorlesung „Allgemeine und Spezielle Pathologie für Zahnmediziner" (Prof. Dr. med. Eva Wardelmann, Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie). Tastatur: ↑↓ zum Navigieren, Enter zum Öffnen/Schließen, A = alle öffnen, S = alle schließen. Selbstbewertung: Alt = Falsch, Cmd = Richtig.
Das Thema der Vorlesung ist die "Allgemeine und Spezielle Pathologie für Zahnmediziner", konkret "Benigne und maligne Tumoren im Kopf-Halsbereich".
Die Vorlesung wird von Prof. Dr. med. Eva Wardelmann (Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie) gehalten, mit Unterstützung von Prof. Dr. med. Klaus-Michael Müller, Prof. Dr. med. Cornelius Kuhnen und Prof. Dr. med. Gabriele Köhler.
Die Vorlesung basiert auf der WHO-Klassifikation für Kopf-Hals-Tumoren von 2024 (5. Auflage, Teil A und B) sowie der TNM-Klassifikation maligner Tumoren von 2017 (8. Auflage).
Die Klassifikation umfasst 16 Kapitel:
Die geschätzten altersstandardisierten Mortalitätsraten (ASR World) pro 100.000 Einwohner im Jahr 2020 variieren weltweit.
Die Skala reicht von <0,57 bis zu 21,9 (höchste Rate).
Endogene Faktoren:
Exogene Faktoren:
Sie werden in epitheliale und nicht-epitheliale Tumoren unterteilt.
Epithelial:
Nicht-epithelial:
Gezeigt werden:
in klinischen und histologischen Aufnahmen.
Polypoide Knötchen der Mundhöhle und Gingiva sind häufig meist reaktive Veränderungen.
Weiße, fleckige Läsionen (Leukoplakien) können Präkanzerosen (Leukoplakie mit Dysplasie) darstellen.
Die häufigsten Tumoren der Mundhöhle sind Plattenepithelkarzinome.
Es wird unterschieden zwischen:
Die Leukokeratose wird oft durch Tabakrauchen und -kauen verursacht.
Es handelt sich um einen weißen, nicht wegwischbaren Herd ("white patch or plaque"), der klinisch keiner anderen Krankheit zugeordnet werden kann.
Pathologisch liegen eine Hyperplasie und eine Keratinisierungsstörung vor.
Eine wichtige Differentialdiagnose ist Candida (Soor).
Schleimhautpapillome werden meist durch HPV 6 und 11 (selten 16, 18, 31, 35) ausgelöst.
Eine Sonderform ist die respiratorische Papillomatose.
Bei Erwachsenen: Treten in 10% Dysplasien auf, mit einem Übergang ins Karzinom in bis zu 50% der Fälle.
Bei Kindern/Jugendlichen: Treten keine Dysplasien auf, ein Karzinom entwickelt sich nur in 5% der Fälle.
Unterschieden werden:
Epithelial:
Nicht-epithelial:
Zudem können Metastasen auftreten.
Es ist ein mesenchymaler Tumor der Endothelzellen, der häufig AIDS-assoziiert ist.
Die Ätiologie ist das Herpesvirus 8 (HHV 8).
Histologisch zeigen sich uniforme Spindelzellen, die schmale Spalträume bilden, sowie Mitosen.
Neben dem Normalbefund gibt es:
Staging umfasst:
Symptome: Heiserkeit, Luftnot, Schluckstörung, Foetor, Blutung und Kieferklemme.
Hauptrisikofaktoren: Rauchen und Alkohol (besonders in Kombination).
Die HPV-Positivität (meist Typ 16) ist mit einer besseren Prognose assoziiert.
Sie entstehen oft in den tonsillären Regionen.
P16-Expression dient als Indikator für die HPV-Infektion.
Histologische Varianten umfassen u. a. nicht-verhornende, verhornende, papilläre und basaloid-squamöse Karzinome.
Die Hauptrisikofaktoren sind ebenfalls Rauchen und Alkohol.
Es gibt verschiedene ICD-O-Kodierungen für Varianten wie das verruköse, basaloid-squamöse oder spindelzellige Plattenepithelkarzinom.
Bei beiden gilt:
Bei p16-negativen Tumoren: T4 wird in T4a (Invasion von Larynx, tiefen Zungenmuskeln, Unterkiefer etc.) und T4b (Invasion von Schädelbasis, Halsschlagader etc.) unterteilt.
Bei p16-positiven Tumoren: Diese Invasionen werden unter einem gemeinsamen T4-Stadium zusammengefasst.
p16-negativ/Hypopharynx:
p16-positiv (klinisch):
p16-positiv (pathologisch):