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Übungsfragen: Entzündungen, Zysten und Tumoren im Zahnbereich

Klicke auf „Antwort zeigen", um die Lösung anzuzeigen. Inhalte beruhen auf der Vorlesung „Allgemeine und Spezielle Pathologie für Zahnmediziner" (Prof. Dr. Eva Wardelmann, Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie). Tastatur: ↑↓ zum Navigieren, Enter zum Öffnen/Schließen, A = alle öffnen, S = alle schließen. Selbstbewertung: Alt = Falsch, Cmd = Richtig.

1) Was ist der Titel der Vorlesung und wer sind die beteiligten Personen?

Es handelt sich um die Vorlesung "Allgemeine und Spezielle Pathologie für Zahnmediziner" im Wintersemester 2024/2025 zum Thema "Entzündungen, Zysten und Tumoren im Zahnbereich".

Die Vorlesung wird von Prof. Dr. Eva Wardelmann vom Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie gehalten, mit Unterstützung von Prof. Dr. Klaus-Michael Müller, Prof. Dr. Cornelius Kuhnen und Prof. Dr. med. Gabriele Köhler.

2) Welche zentralen Begriffe und Krankheitsbilder werden in der Übersicht der Mundhöhlenerkrankungen aufgeführt?

In der Übersicht werden genannt: Abrasions, Karies, Epulis, Pulpitis, Leukoplakie, Gingivitis, Plattenepithelkarzinom, Parodontitis, Ameloblastom, Keratozyste, radikuläre Zyste, Plasmozytom und Osteomyelitis.

3) Wie werden die Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparats klassifiziert und welche anatomischen Strukturen sind beteiligt?

Erkrankungen:

  • Karies
  • Pulpitis (geschlossen/offen)
  • Gingivitis
  • Gingivahyperplasie (idiopathisch, medikamentös durch Hydantoin, CycA, Nifidepin oder schwangerschaftsbedingt)
  • Parodontitis
  • Epuliden (Epulis granulomatosa, Epulis fibromatosa, Epulis gigantocellularis)

Anatomische Strukturen: Zahnkrone, Zahnhals, Schmelz, Zahnbein (Dentin), Pulpakammer mit Gefäßen und Nerven, Gingiva, Zement, Zahnwurzel, Desmodont (Periodontium), Zahnalveole und Wurzelkanal mit Foramen apicale.

4) Was sind die wichtigsten Erkenntnisse zu Häufigkeit und Komplikationen von Zahnerkrankungen?

Karies ist die häufigste Zahnerkrankung.

Ihre wichtigsten Komplikationen sind die Pulpitis und die apikale Entzündung.

Unbehandelte Parodontitis führt zu Zahnverlust und kann tiefe Entzündungen (Parodontitis marginalis profunda) verursachen.

5) Wie stellt sich die Pathogenese der Karies dar?

Die Pathogenese verläuft über Plaque und Bakterien, die organische Säuren bilden.

Dies führt zur Zerstörung der Zahnhartsubstanz (Karies) und kann in einer Pulpitis münden.

6) Wie wird Karies definiert und welche Formen werden unterschieden?

Karies ist die Demineralisierung der anorganischen und die Zerstörung der organischen Substanz des Zahnes.

Man unterscheidet:

  • Schmelzkaries
  • Dentinkaries
  • Zementkaries
7) Welche Stadien durchläuft die Schmelzkaries?

Die Schmelzkaries beginnt mit einem Initialstadium, das durch eine pH-Wert-Verschiebung und Demineralisation gekennzeichnet ist.

Darauf folgt das Progressionsstadium mit der Auflösung der eiweißhaltigen Stützsubstanz (Proteolyse).

8) Wie breitet sich Dentinkaries aus?

Die Dentinkaries breitet sich entlang der Dentintubuli aus.

9) Welche Zustände der Pulpa werden bildlich dargestellt?

Es werden gezeigt: die Pulpa-Hyperämie, die akute Pulpitis sowie die chronische Pulpitis.

10) Was charakterisiert die Pulpa und welche Formen sowie Auslöser der Pulpitis gibt es?

Die Pulpa ist ein Gallertgewebe mit Blut-, Lymphgefäßen und Nerven.

Entzündungsformen:

  • Akute Pulpitis
  • Pulpitis ulcerosa
  • Pulpitis granulomatosa

Auslöser: Karies, Parodontitis sowie chemische, thermische Einflüsse oder Aerodontalgie (Dekompressionspulpitis).

11) Was ist die Ursache der Parodontitis und welche speziellen Formen sowie Folgen gibt es?

Ursache ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates.

Die apikale Parodontitis entsteht durch eine Infektion mit Eitererregern nach einer Pulpanekrose (umschriebene Osteomyelitis).

Die chronische apikale Parodontitis zeigt sich als apikales Granulom.

Folgen: Zahnlockerung und Zahnausfall.

12) Welche Krankheitsbilder werden im Zusammenhang mit Entzündungen des Zahnhalteapparates und des Kiefers visuell dokumentiert?

Dokumentiert werden die Pathogenese der Parodontitis, verschiedene Stadien der apikalen Parodontitis (einschließlich eitriger, abszedierender und fistelnder Formen) sowie chronische Osteomyelitis und Aktinomykose.

13) Welche Arten der Epulis werden unterschieden?

Unterschieden werden:

  • Epulis fibromatosa (oder fibrosa)
  • Epulis granulomatosa
  • Epulis gigantocellularis (auch als Schwangerschaftsepulis bezeichnet)
14) Welche klinischen und histologischen Bilder werden zu den Epuliden gezeigt?

Es werden Bilder präsentiert zu:

  • Epulis fibromatosa (fissuratum)
  • Epulis granulomatosa (Pyogenes Granulom)
  • Epulis gigantocellularis (peripheres Riesenzellgranulom)
15) Wie werden entzündliche Kieferzysten klassifiziert?

Zu den entzündlichen (sekundären) odontogenen Zysten gehören:

  • Die radikuläre Zyste
  • Die laterale Zyste
  • Die Residualzyste (im zahnlosen Kiefer)

Zudem gibt es entzündliche Pseudozysten.

16) Was sind die Merkmale einer radikulären Zyste?

Sie entsteht aus Epithelresiduen des parodontalen Ligaments, ist Folge einer Entzündung und tritt oft nach dem Tod der Pulpa auf.

17) Was zeigen die Abbildungen zur radikulären Zyste?

Die Folien enthalten klinische oder radiologische/histologische Abbildungen einer radikulären Zyste.

18) Welche dysgenetischen odontogenen Zysten werden aufgeführt?

Genannt werden:

  • Gingivale Zyste des Kleinkindes
  • Odontogene Keratozyste (Primordialzyste, assoziiert mit Gorlin-Goltz-Syndrom)
  • Follikuläre Zyste (dentigerous cyst)
  • Eruptionszyste
  • Laterale parodontale Zyste
  • Gingivale Zyste des Erwachsenen
  • Sialo-odontogene Zyste
  • Kalzifizierende odontogene Zyste
19) Wie ist eine follikuläre Zyste definiert?

Gemäß WHO (1971) ist sie eine im Schmelzorgan eines noch nicht durchgebrochenen Zahnes entstandene Zyste.

20) Was zeigt das Bild zur follikulären Zyste?

Es zeigt eine klinische oder radiologische Darstellung einer follikulären Zyste.

21) Was wird zur Keratozyste dargestellt?

Es werden mehrere Abbildungen (vermutlich klinisch, radiologisch und histologisch) einer Keratozyste gezeigt.

22) Welche nicht-odontogenen Zysten und Pseudozysten des Kiefers gibt es?

Zu den nicht-odontogenen Zysten zählen:

  • Die nasopalatinale (Inzisivuskanal-) Zyste
  • Die nasolabiale (nasoalveoläre) Zyste
  • Die mediane Gaumenzyste

Als Pseudozysten werden aufgeführt:

  • Die aneurysmatische Kieferzyste
  • Die gingivale Zyste
23) Welche allgemeinen Aussagen lassen sich zu odontogenen Zysten und Tumoren treffen?

Odontogene Zysten können zu Osteolysen des Kieferknochens führen und sind meist entzündlich bedingt (besonders radikuläre Zysten).

Odontogene Tumoren wie das Ameloblastom sind selten.

24) Welche benignen odontogenen Tumoren werden gelistet?

Dazu gehören:

  • Ameloblastom
  • Ameloblastisches Fibrom
  • Adamantoider odontogener Tumor
  • Odonto-Ameloblastom
  • Dentinom
  • Zementom
  • Komplexes Odontom
  • Zusammengesetztes Odontom
  • Odontogenes Fibrom
  • Odontogenes Myxom
  • Melanotischer neuroektodermaler Tumor des Kindesalters (Melano-Ameloblastom)
25) Was charakterisiert das Ameloblastom?

Es ist ein gutartiger, aber lokal invasiver Tumor aus proliferiertem odontogenem Epithel mit fibrösem Stroma.

Der Altersgipfel liegt im 3. und 5. Lebensjahrzehnt, Männer sind häufiger betroffen, und 80% der Fälle treten im Unterkiefer auf.

26) Was zeigen die Abbildungen zum Ameloblastom?

Es werden klinische, radiologische oder histopathologische Ansichten eines Ameloblastoms gezeigt.

27) Was kennzeichnet ein Odontom (im Vergleich zum ameloblastischen Fibrom)?

Es besteht aus Epithelanteilen mit gefäßreichem Stroma und einer zellreichen Bindegewebskomponente.

28) Was ist auf den Bildern zum Odontom zu sehen?

Es werden Beispiele für Odontome dargestellt.

29) Was versteht man unter fibröser Dysplasie?

Es ist eine Knochenerkrankung aufgrund einer anlagebedingten Fehldifferenzierung, bei der die Spongiosa durch fibröses Grundgewebe ersetzt wird.

30) Wie wird die fibröse Dysplasie visuell dargestellt?

Die Folien zeigen verschiedene Aufnahmen (klinisch/radiologisch/histologisch) der fibrösen Dysplasie.

31) Was sind Osteome, Exostosen und Tori?

Es handelt sich um Überschussbildungen aus reifem Knochen.

Beispiele sind der Torus maxillaris und der Torus mandibularis.

32) Welche Beispiele für Knochenüberschussbildungen werden gezeigt?

Gezeigt werden ein Torus maxillaris, eine mandibuläre Exostose und eine Exostose (Osteochondrom).

33) Wie werden maligne Tumoren des Kiefers eingeteilt?

Man unterteilt in:

  • Odontogene Karzinome: malignes Ameloblastom, primäres intraossäres Karzinom
  • Odontogene Sarkome: ameloblastisches Fibrosarkom, ameloblastisches Odontosarkom
  • Nicht-odontogene Sarkome: Osteosarkom, Chondrosarkom
34) Was sind die Merkmale eines Osteosarkoms im Kiefer?

Es ist ein maligner Knochentumor, der meist im 2. bis 3. Lebensjahrzehnt auftritt, wobei Männer häufiger betroffen sind.

Es kann evtl. auf dem Boden einer fibrösen Dysplasie oder eines M. Paget entstehen.

35) Was zeigen die Bilder zum Osteosarkom?

Es werden verschiedene Ansichten eines Osteosarkoms präsentiert.

36) Was charakterisiert das Chondrosarkom?

Es ist ein maligner Tumor aus Knorpelgewebe, der im Kieferknochen selten ist und meist im 4. Lebensjahrzehnt auftritt.

37) Was ist auf den Bildern zum Chondrosarkom zu sehen?

Die Folien zeigen Beispiele eines Chondrosarkoms.

38) Welche weiteren malignen Tumoren anderer Genese können im Kiefer vorkommen?

Dazu gehören:

  • Hämatologische Erkrankungen: Multiples Myelom/Plasmozytom, akute Leukämien, maligne Lymphome
  • Karzinommetastasen