Klicke auf „Antwort zeigen", um die Lösung anzuzeigen. Inhalte beruhen auf der Vorlesung zum Stütz- und Bewegungsapparat mit Fokus auf Gelenke und Knochen, speziell Knochentumoren (Eva Wardelmann). Tastatur: ↑↓ zum Navigieren, Enter zum Öffnen/Schließen, A = alle öffnen, S = alle schließen. Selbstbewertung: Alt = Falsch, Cmd = Richtig.
Das Thema der Vorlesung behandelt den Stütz- und Bewegungsapparat mit Fokus auf Gelenke und Knochen, speziell Knochentumoren, präsentiert von Eva Wardelmann.
Maligne Knochentumoren sind mit 0,2 % aller bösartigen Tumoren (ca. 8 neue Fälle pro 1.000.000 Einwohner pro Jahr) selten.
Sie interagieren mit dem Knochen durch Osteolyse, Knochensklerose oder periostale Reaktionen.
Klinisch äußern sie sich durch Schmerzsymptomatik, Deformität oder pathologische Frakturen; die Diagnostik erfolgt primär über die Radiologie.
Entscheidend sind:
Die Klassifikation basiert auf der Histogenese, mikroskopischen und radiologischen Eigenschaften sowie molekularbiologischen Merkmalen.
Sie unterteilt Tumoren in:
Bei Patienten unter 30 Jahren treten häufiger auf:
Ab 30 Jahren finden sich vermehrt:
Primärtumor (T):
Lymphknoten (N):
Fernmetastasen (M):
Das histopathologische Grading unterscheidet zwischen:
Die Stadien reichen von IA (T1, Low grade) bis IVB (N1 oder M1b, jeder Grad), wobei die Kombination aus T-Status, Metastasen und Grad das Stadium bestimmt.
Die Folie visualisiert die Stadien der enchondralen Ossifikation von der 32. Gestationswoche bis zum 18. Lebensmonat.
Es werden histologische Schnitte einer Wachstumsfuge bei einem Neugeborenen und einem 3-jährigen Kind in verschiedenen Vergrößerungen (200 µm und 500 µm) gezeigt.
Knochentumoren entstehen meist de novo, jedoch gibt es Risikofaktoren:
High-risk-Faktoren:
Moderates Risiko:
Low-risk-Faktoren:
Unterschieden werden:
Das EWS macht 3 % aller kindlichen malignen Tumoren aus (ca. 3/1.000.000).
Es tritt vor allem metadiaphysär oder diaphysär in Femur, Becken, Tibia, Humerus, Fibula oder Rippen auf.
Der Regressionsgrad wird nach Salzer-Kuntschik beurteilt.
Es betrifft überwiegend männliche Jugendliche kaukasischer Herkunft.
Die Lokalisation ist zu gleichen Teilen an Extremitäten und Rumpf (vor allem Diaphyse), wobei 10-20 % extraossär vorkommen.
Metastasen finden sich primär in 20 % und sekundär in 90 % der Fälle, meist in Lunge, Knochen oder Knochenmark.
Die Bildgebung erfolgt mittels Röntgen in zwei Ebenen.
Charakteristisch sind Translokationen am Chromosom 22, insbesondere t(11;22) und t(21;22).
Nach Salzer-Kuntschik (Wien) gibt es sechs Grade:
Das Huvos-System (New York) nutzt vier Grade:
"Good responders" haben weniger als 10 % vitales Tumorgewebe.
Es ist ein kleiner, benigner, knochenbildender Tumor, der meist Kinder und männliche Adoleszenten betrifft.
Prädilektionsstelle sind lange Röhrenknochen (Femur).
Charakteristisch sind nächtliche Schmerzen, die auf Aspirin ansprechen, sowie radiologisch ein zentraler Nidus mit umgebender Sklerose.
Das Osteoblastom (intermediäre Dignität, "giant osteoid osteoma") betrifft 10- bis 30-Jährige und ist lokal aggressiv.
Es tritt gehäuft an Wirbelkörpern, Sacrum oder Sprunggelenk auf.
Im Gegensatz zum Osteoidosteom sind die Schmerzen diffus, sprechen selten auf Aspirin an und können mit neurologischen Symptomen oder tastbaren Tumoren einhergehen.
Es ist der häufigste nicht-hämatologische primäre maligne Knochentumor, hochmaligne und intramedullär mit Tumorosteoidbildung.
Es tritt typischerweise im 2. Dezennium auf (M>W).
Lokalisation: 90 % metaphysär in langen Röhrenknochen (Extremität:Rumpf 8:2).
Radiologisch zeigt es unscharfe Lysen oder Sklerosen mit periostaler Reaktion.
Es gibt folgende Typen:
Spezifische diagnostische Marker fehlen bisher.
Das Staging zur Metastasensuche fokussiert sich primär auf die Lunge und sekundär auf andere Knochen.
Er tritt meist im 3.-4. Dezennium in den Epi-/Metaphysen langer Röhrenknochen auf.
Radiologisch zeigt sich eine bis zur subchondralen Platte reichende, teils septierte Osteolyse.
Histologisch finden sich charakteristische vergrößerte Osteoklasten mit bis zu 60 Kernen und eine Mutation in H3F3A (Glycin 34) in der mononukleären Komponente.
Denosumab (XGEVA, Prolia), ein IgG2-anti-RANKL-Antikörper, wird bei inoperablen Tumoren oder präoperativ zur Verkleinerung der Tumormasse eingesetzt.