Klicke auf „Antwort zeigen", um die Lösung anzuzeigen. Inhalte & Seitenangaben basieren auf der Vorlesung Pathologie für Zahnmedizin – Anpassungsreaktionen & Allgemeine Pathologie (Zellschaden/Zelltod). Tastaturnavigation: ↑↓ Pfeiltasten zum Navigieren, Enter zum Öffnen/Schließen, A für alle öffnen, S für alle schließen. Selbstbewertung: Alt/Option = Falsch, Cmd = Richtig.
1) Was sind Anpassungsreaktionen laut der Vorlesung Pathologie für Zahnmedizin? (Allgemein)
Anpassungsreaktionen sind Atrophie, Hypertrophie und Metaplasie. Diese sind zelluläre Reaktionen auf nicht-letale Anforderungen oder Schädigungen.
2) Wie werden zelluläre Anpassungen definiert? (Allgemein)
Zelluläre Anpassungen sind Reaktionen auf nicht-letale Anforderungen oder Schädigungen. Dazu gehören:
Zelluläre Atrophie (numerische Atrophie)
Zelluläre Hypertrophie (Hyperplasie)
Metaplasie
Dysplasie
Intrazelluläre Speicherung
3) Was passiert bei der zellulären Atrophie? (Atrophie)
Definition: Abnahme von Zellgröße und Zellfunktion
Mechanismus: Veränderte Expression von Differenzierungsgenen bei gleichbleibender Expression von Housekeeping-Genen
Energieverbrauch: Minimal
Reversibilität: Der Prozess ist reversibel
4) Was sind Ursachen einer Atrophie? (Atrophie)
Chronische Rechtsherzinsuffizienz: Führt zur Stauungsleber
Chronische Bronchitis: Erhöhter intrapulmonaler Druck → Druckatrophie der Alveolen (Lungenemphysem)
Partielle Ischämie: Minderdurchblutung → Sauerstoffmangel → Atrophie der Niere („Subinfarkt")
Neurogene Ursachen: z.B. bei Muskeldenervation
Fehlen tropher Signale: z.B. bei spinaler Muskelatrophie, Poliomyelitis, ALS
5) Was beschreibt das Beispiel der Atrophie der Niere? (Atrophie)
Ursache: Partielle Ischämie durch inkompletten Nierenarterienverschluss
Ergebnis: Atrophie der Niere („Subinfarkt")
Histologie: Bild der sogenannten „endokrinen Niere"
Charakteristika: Typische Minderperfusionen und regressive Veränderungen
6) Was ist eine neurogene Muskelatrophie? (Atrophie)
Ergebnis: Zunahme der Muskelaktivität bei verringerter Arbeitsökonomie
12) Was versteht man unter zellulärer Hyperplasie? (Hyperplasie)
Definition: Zunahme der Zellzahl
Organe mit nicht teilungsfähigen Zellen (Herz, Skelettmuskel) → reagieren mit Hypertrophie
Organe mit teilungsfähigen Zellen (z.B. endokrine Organe, Niere, Leber) → reagieren mit Hyperplasie oder einer Kombination aus Hyperplasie und Hypertrophie
13) Wie entsteht eine Hyperplasie durch Aktivierung des Zellzyklus? (Hyperplasie)
Mechanismus: Aktivierung des Zellzyklus in der G1→S-Phase
Beteiligte Faktoren: Wachstumsfaktoren, Rezeptoren und Transkriptionsfaktoren (TFs)
Zyklin-abhängige Kinasen 4 (CDK4) mit Zykline D und E steuern den Übergang
Inhibitoren: p16, p21 und p27 bremsen diesen Prozess
Retinoblastom-Protein (Rb): Phosphoryliert gibt es den Transkriptionsfaktor E2F frei, der die Transkription der DNA-Polymerase und weiterer Gene anregt
14) Was sind Ursachen für eine Hyperplasie (ggf. mit Hypertrophie)? (Hyperplasie)
Ursachen sind verstärkte trophe Signale, insbesondere hormonelle Einflüsse:
Reaktion: Fettsäuren reagieren mit Kalzium → Bildung von Calciumseifen („Verseifung")
Histologisch: Weiße, kreidige Nekroseareale im Fettgewebe
Lokalisation: Häufig im Bereich des Pankreas und der umgebenden Fettgewebe
38) Wie läuft die pankreatische Fettgewebsnekrose genau ab? (Nekrose)
Auslöser: Pankreatitis
Freisetzung: Lipasen aus den Azinuszellen
Spaltung: Triglyzeride → freie Fettsäuren
Reaktion: Fettsäuren reagieren mit Calciumionen zu unlöslichen Salzen – sogenannten „Seifen"
Ergebnis: Nekroseherde im Fettgewebe
Makroskopisch: Weißlich und hart erscheinende Areale
39) Präparat MK10: Prostatahyperplasie (H&E-Färbung) - Beschreiben Sie die histopathologischen Merkmale.
Hier sieht man eine knotige Prostata. Knotig kann man hier sagen, weil sich das Bindegewebe so stark windet - das ist nicht normal. Auch die sehr großen Lumina sind nicht normal.
Hauptmerkmale der Prostatahyperplasie:
Knotige Architektur: Das Bindegewebe windet sich unregelmäßig
Vergrößerte Lumina: Die Drüsenlumina sind deutlich erweitert
Stromale Proliferation: Vermehrung des Bindegewebes
Diagnose: Es zeigt sich, dass in der Prostata eine Hyperplasie stark an der Proliferation des Bindegewebes zu sehen ist.
Normales Bild einer Prostata, aus im Präparat zu sehen. Unverknotet und kleiner im Lumen, keine mesenchymlae ProlifertaionDie Epithelzellen an sich sind dabei nicht als besonders Hyperplastisch zu erkennenTeilweise lassen sich auf dem Präperate jedoch auch Lymphozytäre infiltrate erkennen
40) Z651 Follikuläre Hyperplasie (LK) - Beschreiben Sie die histopathologischen Merkmale.
Zu sehen ist auch wieder eine Hyperplasie, diesmal in einem Lymphknoten. Warscheinlich eine Reaktive Antwort auf eine Infektion
Auffällugkeit der Hyperplasie: Es sind sehr viele Keimzentren, diese sind sehr variabel groß und überallall im Lympgknoten zusehen
In den Keimzentren kann man untergegangen Lymphozyten erkenn, die von Makrophagen aufgefressen werden. Man nennt diese Sternhimmelmakrophagen
Immer wenn man Sternhimmelmakrophagen findet ist es pyperplastisch und ein stückweit noch physiologisch, anzuwenden als Trennung zum Karzinogenen Vorgängen
41) Z698 Pankreatitis - Beschreiben Sie die histopathologischen Merkmale.
Zu sehen ist eine Pankreatitis. Hier soll es um besonders um die Fettegwebsnekrose gehen. Eine Lipolytische Fettgewebsnekrose, der Pankreas verdaut sich quasi selber, denn bei der Entzündung des Pankreas werden die Pankreasenzyme die sonst in den Dünndarm geleitet werden
Hier betrifft die Nekrose erstmal nur die Fettzellen, würde aber auch auf das Paarenchym übergehen. Es zeigt sich außerdem Lymphozytäres infiltrat im sinne von neutrophilen GranulatenTrypsinische Parenchymnekrose
Das aktivierte Trypsin führt zur Proteolyse (Eiweißspaltung) des Pankreasparenchyms (der Drüsenzellen, Gefäßwände usw.).
Diese Zerstörung des Pankreasgewebes nennt man tryptische Parenchymnekrose.