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Übungsfragen: Endokrinologie Schilddrüse

Klicke auf „Antwort zeigen", um die Lösung anzuzeigen. Inhalte beruhen auf der Vorlesung „Endokrinologie Schilddrüse" (Prof. Dr. med. Peter J. Barth, Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie). Tastatur: ↑↓ zum Navigieren, Enter zum Öffnen/Schließen, A = alle öffnen, S = alle schließen. Selbstbewertung: Alt = Falsch, Cmd = Richtig.

1) Um welches Thema handelt es sich in dieser Vorlesung und wer hält sie?

Die Vorlesung behandelt das Thema "Endokrinologie Schilddrüse" im Rahmen der Pathologie für Studierende der Zahnmedizin und wird von Prof. Dr. med. Peter J. Barth vom Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie gehalten.

2) Welche Hauptthemen werden in Bezug auf die Schilddrüse behandelt?

Der Inhalt der Vorlesung umfasst Entzündungen und Tumoren der Schilddrüse.

3) Was zeigt die dritte Folie?

Die Folie zeigt Bildmaterial einer normalen Schilddrüse.

4) Was versteht man unter einer Struma colloides nodosa und wie äußert sie sich?

Es handelt sich um eine diffuse oder knotige Vergrößerung der Schilddrüse. Die Pathogenese ist oft ein Jodmangel ("endemische Struma").

Morphologisch zeigen sich Hyperplasie und Fibrose, während klinisch Symptome wie Stridor und Dysphagie auftreten können.

5) Was ist auf der fünften Folie zu sehen?

Die Folie zeigt eine grafische oder histologische Abbildung einer Struma colloides nodosa.

6) Welches Krankheitsbild wird auf Folie 6 visualisiert?

Es wird eine Abbildung einer Struma nodosa (knotiger Kropf) gezeigt.

7) Wie ist die Hyperthyreose definiert und was sind ihre Ursachen?

Eine Hyperthyreose ist eine inadäquat erhöhte Sekretion von T3/T4 bei niedrigem TSH-Spiegel.

Ätiologie:

  • Struma diffusa Basedow (85 %, persistierend, autoimmune Hyperthyreose durch TSH-Rezeptor-Stimulation)
  • Exogene Schilddrüsenhormongabe
  • Struma nodosa (toxischer Knotenkropf)
  • Schilddrüsenadenom (toxisches Adenom) oder Struma ovarii
  • Thyreoiditis (ggf. transient)
  • Neoplastische/paraneoplastische TSH-Überproduktion
8) Welche klinischen Symptome treten bei einer Hyperthyreose an verschiedenen Organen auf?

Haut: Warm und gerötet aufgrund allgemeiner Vasodilatation.

Herz/Kreislauf: Tachykardie und erhöhtes Schlagvolumen.

Auge: Exophthalmus durch retro-okuläre entzündliche Infiltrate, zunehmende Fibrose und Ablagerung von Glykosaminoglykanen.

Schilddrüse: Eventuell tastbare Knoten (Hinweis auf autonomes Adenom); szintigraphisch zeigt sich eine Aufnahme von 125J als "heißer Knoten".

9) Was charakterisiert den Morbus Basedow und welche Rolle spielen Autoantikörper?

Der M. Basedow ist gekennzeichnet durch die Merismatische Trias (Struma diffusa, Hyperthyreoidismus, Exophthalmus) sowie prätibiales Myxödem.

Er wird durch Autoantikörper gegen den TSH-Rezeptor verursacht:

  • SD-stimulierende Immunglobuline (TSI)
  • SD-Wachstums-stimulierende Immunglobuline
  • TSH-bindende inhibitorische Immunglobuline
10) Was zeigt Folie 10?

Die Folie enthält Bildmaterial zum Krankheitsbild des Morbus Basedow.

11) Welche Ursachen führen zu einer Hypothyreose?

Parenchymdefekt: Durch Fehlbildung des Organs, Operation, Bestrahlung oder Entzündung.

Ungenügende T3/T4-Produktion: Endemischer Jodmangel (90 %), erbliche Synthesedefekte oder Medikamente.

Periphere Resistenz: Rezeptordefekte gegen T3 und T4.

Suprathyreoidal: Hypophysenläsionen (reduzierte TSH-Bildung) oder Hypothalamus-Läsionen (reduzierte TSHRH-Bildung).

12) Wie unterscheidet sich die Klinik der Hypothyreose zwischen Kindern und Erwachsenen?

Kindesalter: Kretinismus, Minderwuchs, Zungenprotrusion, mentale Retardierung und Struma; die Symptome sind bei Auftreten irreversibel (Prävention durch Guthrie-Test bei Neugeborenen).

Erwachsene: Verlangsamung der körperlichen/intellektuellen Aktivität, Struma, blasse/kalte Haut und Myxödem (durch Einlagerung von Glykosaminoglykanen, besonders im Gesicht).

13) Welche Formen der Thyreoiditis werden unterschieden?

Infektiöse Thyreoiditis: Hämatogen (z.B. durch Tuberkulose oder Pilze).

Lymphozytäre Thyreoiditis (Hashimoto-Thyreoiditis).

Granulomatöse subakute Thyreoiditis de Quervain.

"Eisenharte" Struma Riedel.

14) Was sind die Merkmale der Hashimoto-Thyreoiditis?

Es handelt sich um eine autoimmune Zerstörung des Follikelepithels durch zytotoxische T-Zellen und Antikörper (gegen Thyreoglobulin, T3, T4).

Sie tritt gehäuft familiär auf, meist bei Frauen (m:f = 1:10) zwischen 30 und 50 Jahren.

Die Klinik ist schleichend und schmerzlos; die resultierende Hypothyreose ist aufgrund der Parenchymzerstörung irreversibel.

Makroskopisch zeigt sich eine derbe Konsistenz, grobe Lobulierung und Atrophie; histologisch finden sich Lymphfollikel und mehr als 10 % Onkozyten.

15) Was illustriert die 15. Folie?

Sie zeigt Bildmaterial zur Hashimoto-Thyreoiditis.

16) Was sind die Eigenschaften der Thyreoiditis de Quervain?

Die Ätiologie ist unklar, Frauen sind häufiger betroffen (m:w = 1:3).

Histologisch zeigen sich Fibrose und Granulome.

Die Krankheit dauert Wochen bis Monate und heilt spontan aus.

Wichtige Differenzialdiagnose (DD) ist ein Tumor.

17) Wie häufig sind Schilddrüsentumoren und was ist über ihre Ätiologie bekannt?

Schilddrüsentumoren sind selten (Frau ca. 1 %, Mann ca. 0,15 %).

Etwa 80 % sind Adenome, 20 % Karzinome.

Die Ätiologie ist unklar, sie treten jedoch öfter in Jodmangelgebieten auf.

Papilläre Karzinome treten gehäuft nach Bestrahlung oder Inkorporation von Radioisotopen (z. B. Tschernobyl) auf.

18) Wie werden Schilddrüsentumoren klassifiziert?

Benigne epitheliale Tumoren: z. B. follikuläres Adenom.

Maligne epitheliale Tumoren: Follikuläres, papilläres, medulläres (C-Zellkarzinom) und undifferenziertes (anaplastisches) Karzinom.

Nichtepitheliale Tumoren: Maligne Lymphome u. a.

Metastasen und nichtklassifizierbare Tumoren.

19) Was charakterisiert ein Schilddrüsen-Adenom und wie wird es differenzialdiagnostisch abgegrenzt?

Es ist eine gutartige follikuläre Neoplasie (Varianten: trabekulär, oxyphil), meist ein solitärer Knoten mit scharfer Kapsel (< 4 cm) ohne Kapseldurchbruch oder Gefäßinvasion.

Im Szintigramm meist als "kalter Knoten" (hormoninaktiv), bei TSH-Stimulation als "heißer Knoten" (toxisches Adenom).

DD: Hyperplastischer Knoten oder follikuläres Karzinom.

20) Was wird auf Folie 20 dargestellt?

Eine Abbildung eines follikulären Adenoms.

21) Was zeigt Folie 21?

Die Folie zeigt die Farbmarkierung eines Resektionsrandes.

22) Welche Haupttypen des Schilddrüsenkarzinoms gibt es und was sind ihre Merkmale?

Papilläres Karzinom (75–85 %): Gefäßführende Papillen, "Milchglaskerne", Psammomkörper; lymphogene Metastasierung; gute Prognose (50 % 10-Jahresüberleben).

Follikuläres Karzinom (10–20 %): Kapseldurchbruch, Gefäßinvasion; hämatogene Metastasierung (Lunge, Skelett, Gehirn); häufiger in Jodmangelgebieten.

Medulläres Karzinom (5 %): Aus C-Zellen, produziert Calcitonin, endokrines Amyloid; assoziiert mit MEN IIa/IIb (RET-Gen).

Anaplastisches Karzinom (< 5 %): Sehr aggressiv, DD: Sarkom oder Lymphom.

23) Was visualisiert die 23. Folie?

Abbildungen eines papillären Karzinoms.

24) Wie ist das follikuläre Karzinom morphologisch charakterisiert?

Es ist ein meist solitärer, braun-grauer, oft bekapselter Tumor mit unterschiedlich großen Follikeln.

Zytologisch ist es nicht vom Adenom zu unterscheiden.

Die Malignitätskriterien sind Kapseldurchbrüche oder Einbrüche in Kapselvenen.

25) Was ist auf den Folien 25 bis 27 zu sehen?

Die Folien zeigen verschiedene histologische oder makroskopische Aufnahmen eines follikulären Karzinoms.

26) Was sind die Besonderheiten des medullären Karzinoms?

Es ist ein neuroendokriner Tumor der C-Zellen, der Calcitonin, CEA, Serotonin oder ACTH produziert.

Er macht 5–10 % der Karzinome aus, tritt sporadisch (80 %) oder familiär (MEN II) auf.

Die Metastasierung erfolgt früh lymphogen.

Histologisch zeigen sich polygonale Zellen und Amyloid (darstellbar mit Kongorot).

27) Was zeigt Folie 29?

Bildmaterial zu einem medullären Schilddrüsenkarzinom.

28) Was kennzeichnet das anaplastische Karzinom und wie ist die Prognose?

Es ist ein hochmaligner, undifferenzierter Tumor (ca. 8 % der SD-Malignome).

Die Metastasierung erfolgt früh lymphogen und hämatogen.

Die Prognose ist mit einer 20 % 1-Jahres-Überlebensrate sehr schlecht.

DD: Lymphom, Sarkom.

29) Was ist der Inhalt von Folie 31?

Abbildungen eines anaplastischen Karzinoms.

30) Welche Faktoren bestimmen die Prognose bei Schilddrüsenkarzinomen?

Die Prognose wird durch die Histologie, die Tumorausdehnung und den Lymphknotenstatus bestimmt.

Bislang gibt es keine etablierten molekularen Marker.

31) Wie endet die Präsentation?

Mit einer Dankesformel ("Vielen Dank").