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🎯 DIDAKTISCHE KERNAUSSAGE – „History of periodontal treatment“ (Seite 2)Inhalt
Die Parodontologie hat sich über Jahrhunderte hinweg fast ausschließlich auf
mechanische Maßnahmen gestützt – vom Zahnsteinentfernen über chirurgische
Resektion bis zur modernen Regenerationstechnik. Trotz technischer Fortschritte
bleibt das Grundprinzip gleich: Bakterien und Beläge mechanisch beseitigen.
Prof. Faggion nutzt diesen historischen Rückblick, um zu zeigen:
• Mechanische Reinigung ist nach wie vor der Kern der Parodontaltherapie.
• Dennoch reichen rein lokale, instrumentelle Ansätze nicht aus, um die
entzündliche Komplexität der Erkrankung zu kontrollieren.
• Künftige Strategien müssen systemische Faktoren – insbesondere Ernährung
und Immunantwort – einbeziehen.
• Ernährung könnte eine adjuvante, biologisch-regulierende Rolle spielen,
muss jedoch methodisch sauber untersucht werden.
➡️ Fazit: Vom Skalpell zur Systembiologie –
Parodontaltherapie braucht mehr als Mechanik; sie braucht Verständnis
für die Wechselwirkung zwischen Entzündung, Stoffwechsel und Lebensstil.
🎯 DIDAKTISCHE KERNAUSSAGE – „Nutrition and inflammation“ (Seite 4)Inhalt
• Parodontitis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, bei der nicht die Infektion,
sondern das Versagen der Entzündungsauflösung (failure of resolution) entscheidend ist.
• Ernährung beeinflusst diese Entzündungsprozesse über den Wirt – durch Modulation
oxidativer Stressreaktionen, Zytokinproduktion und Immunkontrolle.
• Antioxidantien und bestimmte Mikronährstoffe können proinflammatorische
Signalkaskaden (z. B. NF-κB, PGE₂) dämpfen.
• Ernährung wirkt somit nicht antibakteriell, sondern immunregulatorisch.
• Didaktisches Ziel: Verständnis, dass Ernährung ein potenzieller biologischer
Co-Faktor der Parodontalheilung ist – jedoch erst methodisch solide belegt werden muss.
• Ernährung kann entzündliche Signalwege theoretisch dämpfen (oxidativer Stress ↓,
NF-κB ↓, Prostaglandine ↓).
• Klinisch gibt es erste randomisierte Studien, aber deren Effekte sind gering und nicht langfristig belegt.
• Verhaltensänderung (gesündere Ernährung) ist machbar, klinischer Nutzen noch nicht bewiesen.
• Die meisten Studien haben methodische Limitationen (kleine N, kurzes Follow-up, Bias).
• Faggions Lehrziel: Plausible biologische Hypothesen brauchen robuste Methodik –
nur so kann Ernährung als adjuvante Therapie seriös bewertet werden.
• Faggion zeigt, dass eine seriöse Bewertung des Zusammenhangs zwischen Ernährung und Parodontitis
nur durch systematische Evidenzsuche möglich ist.
• Er demonstriert, wie man wissenschaftlich nach Studien sucht (Suchstrategie, Filter, Datenbanken).
• Ziel: nicht einzelne Studien zitieren, sondern alle verfügbaren Daten methodisch zusammenfassen.
• Dadurch lernen Studierende, wie Evidenzsynthese funktioniert und warum sie Grundlage für
Leitlinien und klinische Empfehlungen ist.
• Kernaussage: „Ohne systematische Suche – keine wissenschaftlich belastbare Aussage.“
🎯 DIDAKTISCHE KERNAUSSAGE – Seite 7 („Systematic Review: Nutrition and Periodontal Diseases“)Inhalt
• Faggion erklärt, wie man eine systematische Übersichtsarbeit strukturiert:
- Patienten (Adults mit Parodontitis/Periimplantitis)
- Intervention (jegliche Ernährungsmaßnahme)
- Vergleich (Placebo, Kontrolle, andere Therapie)
- Outcome (klinische und biologische Parameter)
• Er verdeutlicht, dass eine klar definierte PICO-Struktur notwendig ist,
um wissenschaftlich saubere, reproduzierbare Reviews durchzuführen.
• Durch das Beispiel der Suchstrategie (Ovid MEDLINE, Suchbegriffe „nutrition“ + „periodontitis“)
zeigt er, wie groß und unübersichtlich die Datenlage ist – aber auch, wie wichtig methodisches Filtern ist.
• Kernaussage: Systematische Reviews sind nur so gut wie ihre Fragestellung und Suchstrategie.
→ „Strukturierte Methodik = verlässliche Evidenz.“
• Faggion zeigt, dass die Forschung zu Ernährung und Parodontitis ein dynamisches Feld ist –
er aktualisiert regelmäßig seine Suchstrategien (2019, 2020, 2022, 2025).
• Dabei verweist er darauf, dass Ernährung nicht isoliert betrachtet werden kann:
Auch Bewegung, Adipositas, Diabetes, Stress und Depression beeinflussen die Entzündungsreaktion.
• Ziel der Folie: Verständnis fördern, dass Parodontitis ein multifaktorielles Krankheitsbild ist,
in dem Ernährung nur ein Puzzleteil ist.
• Kernaussage:
→ „Parodontitis ist nicht nur ein lokales, sondern ein systemisches Problem –
Ernährung, Stoffwechsel und Lebensstil greifen ineinander.“
🎯 DIDAKTISCHE KERNAUSSAGE – Seite 9 („Kontinuierliche Evidenzsuche & Forschungsaktualität“)Inhalt
• Faggion verdeutlicht, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in der Ernährungs-Parodontitis-Forschung
ständig aktualisiert werden müssen (mehrere Suchzeitpunkte: 2019–2025).
• Er lehrt, dass Evidenz nie statisch ist – Forschung entwickelt sich fortlaufend,
weshalb regelmäßige Reviews notwendig sind.
• Die Folie soll zeigen, wie wichtig Aktualität, Transparenz und Reproduzierbarkeit
in systematischen Analysen sind.
• Kernaussage:
→ „Evidenz ist ein Prozess, kein Endprodukt –
wissenschaftliche Aussagen müssen kontinuierlich überprüft und erneuert werden.“
🎯 DIDAKTISCHE KERNAUSSAGE – Seite 10 („Nutrition and other chronic conditions“)Inhalt
• Faggion erweitert den Blick über die Parodontitis hinaus:
Ernährung wirkt auch auf andere chronisch-entzündliche Erkrankungen (z. B. Diabetes, kardiovaskuläre,
metabolische und systemische Entzündungsprozesse).
• Ziel ist, das Verständnis zu fördern, dass Parodontitis Teil eines größeren
entzündlichen Netzwerks im Körper ist.
• Damit verbindet er die Parodontologie mit der allgemeinen Medizin:
Gute Ernährung ist kein lokaler, sondern ein systemischer Therapieansatz.
• Kernaussage:
→ „Parodontitis ist ein Spiegel systemischer Entzündung –
Ernährungsmedizin muss integraler Bestandteil ganzheitlicher Therapie sein.“
🎯 DIDAKTISCHE KERNAUSSAGE – Seite 11 („Methodologische Limitationen der Ernährungsforschung“)Inhalt
• Faggion zeigt die größten Schwächen aktueller Studien zu Ernährung und Parodontitis:
- zu kurze Beobachtungszeiträume
- kleine Stichproben
- viele Störfaktoren (Confounder)
- schlechte Therapietreue der Patienten
- unklare Dosierung und Darreichungsform der Nährstoffe
• Er betont, dass belastbare Evidenz nur durch große, langfristige,
methodisch saubere Studien entstehen kann.
• Lernziel: Studierende sollen verstehen, dass methodische Qualität entscheidend ist,
um zwischen Korrelation und Kausalität zu unterscheiden.
• Kernaussage:
→ „Ohne gute Methodik bleibt jede Ernährungsstudie nur eine Hypothese –
wissenschaftliche Strenge ist der Schlüssel zu echter Evidenz.“
🎯 DIDAKTISCHE KERNAUSSAGE – Seite 12 („Was brauchen wir für belastbare Evidenz?“)Inhalt
• Faggion fasst zusammen, welche Anforderungen zukünftige Forschung erfüllen muss,
um Ernährung als Therapiebaustein der Parodontitis valide zu belegen:
- große, langfristige randomisierte Studien (10–20 Jahre Follow-up)
- ausreichend große Patientenkohorten (mehrere hundert Probanden)
- klare Definition der Dosis, Nährstoffkombination und Applikationsform
- Kontrolle von Confoundern und fehlenden Daten
- Bewertung klinisch relevanter Endpunkte (Zahnüberleben, Lebensqualität)
• Ziel ist, die Bedeutung wissenschaftlicher Planung und Qualitätssicherung zu verdeutlichen.
• Kernaussage:
→ „Nur große, methodisch saubere Langzeitstudien können zeigen,
ob Ernährung mehr ist als ein theoretischer Zusatz – nämlich echte evidenzbasierte Therapie.“
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