Klicke auf „Antwort zeigen“, um die Lösung anzuzeigen. Inhalte beruhen auf der Vorlesung „Pathologie der Leber“ (PD Dr. Inga Grünewald). Tastatur: ↑↓ zum Navigieren, Enter zum Öffnen/Schließen, A = alle öffnen, S = alle schließen. Selbstbewertung: Alt = Falsch, Cmd = Richtig.
1) Welche laborchemischen Parameter werden zur Beurteilung von Leberfunktion und Leberschaden verwendet? (Labor)
Transaminasen GPT (ALT) und GOT (AST) – Marker des akuten Leberzellschadens.
γ-GT und AP – Cholestaseparameter.
Bilirubin – Marker der Entgiftungsleistung.
Ammoniak – ebenfalls Entgiftungsleistung.
Cholinesterase, Albumin und Quick – Parameter der Syntheseleistung der Leber.
2) Wie unterscheidet man akute von chronischer Hepatitis (Definition und histologischer Schwerpunkt)? (Hepatitis – Definition)
Hepatitis ist eine entzündliche Erkrankung des Leberparenchyms mit Zielrichtung auf den Hepatozyten.
Akute Hepatitis:
Dauer < 6 Monate
Betont lobuläre Entzündung
Chronische Hepatitis:
Dauer > 6 Monate
Betont portale Entzündung und Fibrose
3) Welche wichtigen Ursachen kann eine Hepatitis haben? (Hepatitis – Ätiologie)
Diese Befunde sind in den PBC-Histologiebildern der Vorlesung dargestellt.
14) Welche charakteristischen morphologischen Veränderungen sind für die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) typisch? (PSC – Morphologie)
Makroskopisch / radiologisch:
Segmentale Strikturen und Dilatationen der intra- und extrahepatischen Gallengänge („Perlschnur-/Beading-Phänomen“ in der ERCP).
Verdickung und Fibrose der Gallengangswände.
Histologisch:
Zwiebelschalenartige konzentrische Fibrose um die Gallengänge.
Verlust von Gallengängen (Duktopenie) im Verlauf.
15) Wie definiert man eine Leberzirrhose? (Zirrhose – Definition)
Leberzirrhose – Definition:
Endstadium diverser schwerer entzündlicher oder nekrotisierender Leberschäden mit Störung der lobulären und vaskulären Architektur der Leber durch Ausbildung von Bindegewebssepten und Regeneratknoten.
16) Welche Hauptätiologien der Leberzirrhose werden unterschieden? (Zirrhose – Ätiologie)
Klassifikation nach Ätiologie:
Alkohol
Chronische Hepatitis (v. a. HBV, HCV)
Biliäre Zirrhose (z. B. PBC, PSC)
Hämochromatose
Stoffwechselerkrankungen
Toxisch
Stauungszirrhose (z. B. bei Rechtsherzinsuffizienz)
Kryptogen (ohne nachweisbare Ursache)
17) Wie wird die Leberzirrhose makroskopisch klassifiziert? (Zirrhose – Makrotypen)
Klassifikation nach Makroskopie:
Mikronoduläre Zirrhose: Regeneratknoten bis ca. 3 mm.
Makronoduläre Zirrhose: Regeneratknoten bis mehrere cm.
Gemischtnoduläre Zirrhose: Kombination aus kleinen und großen Knoten.
Makroskopisch zeigt sich eine unregelmäßig höckrige Leberoberfläche, wie in den Abbildungen der Vorlesung dargestellt.
18) Welche typischen histologischen Merkmale weist die Leberzirrhose auf? (Zirrhose – Histologie)
Ausgedehnte Fibrosierung mit Ausbildung von Bindegewebssepten.
Gemischt – Kombination aus trabekulären und pseudoglandulären Anteilen.
In den gezeigten Schnitten finden sich atypische Hepatozyten mit vergrößerten, pleomorphen Zellkernen, erhöhter Zellteilungsaktivität und teils Gallestaus.