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Ja, immer. Bei einer Jochbeinfraktur ist der Orbitabogen immer betroffen.
Nein. Meistens ist der Orbitabogen nicht disloziert, daher muss er nicht immer versorgt werden.
Anatomie des Mittelgesichts, Klassifikation lateraler und zentraler Mittelgesichtsfrakturen, klinische Frakturzeichen, Komplikationen, Diagnostik, operative Zugangswege, Therapieoptionen.
Trajektorien oder „Buttresses“ – sie leiten Kräfte entlang stabiler Knochenpfeiler (z. B. Nasomaxillar‑, Zygomaticomaxillar‑, Zygomaticofrontalpfeiler).
Unterkiefer (35,6 %), Jochbein (27,8 %), Collum (18,1 %), Le Fort (8,9 %), Orbita (5,2 %), Alveolarfortsatz + Zähne (2,7 %), Frontobasis (1,7 %).
Fazialisparese, Absenken des Bulbus, Hypophagma, Schwellung/Hämatom, Sensibilitätsstörung, infraorbitale Stufe, Asymmetrie, Rücklage/Vorstand.
Jochbeinfraktur und Jochbogenfraktur.
Sutura frontozygomatica, Sutura sphenozygomatica, Sutura zygomaticomaxillaris, Sutura temporozygomatica.
Typ 1: isolierte Jochbogenfraktur; Typ 2: nicht dislozierte Jochbeinfraktur; Typ 3: dislozierte ohne Diastase am lateralen Orbitarand; Typ 4: dislozierte mit Diastase; Typ 5: Trümmerfraktur; Typ 6: Typ 2–5 mit Orbitabodenbeteiligung.
Schmerzen, Monokelhämatom, Sensibilitätsstörung des N. infraorbitalis, Mundöffnungsstörung.
Augenmotilitätsstörungen, sichtbare Einsenkung der Wange, tastbare knöcherne Stufen an Crista zygomatico‑alveolaris, Infraorbital‑ und lateraler Orbitarand.
NNH‑ und Korbhenkelaufnahme, CT oder DVT.
Impression des Jochbogens mit Behinderung/Fraktur des Proc. muscularis (M. temporalis).
Reposition ohne Verplattung, z. B. nach Gillies (temporal), transkutaner Hakenzug oder intraoraler Zugang.
Dislozierte Fraktur mit (Typ 4) oder ohne (Typ 3) Diastase am lateralen Orbitarand; ggf. Orbitabodenbeteiligung.
Maximalvariante: Fixierung an drei Pfeilern (z. B. Orbitarand/‑dach, infraorbital, Jochbogen). Minimalvariante: Fixierung an einem/zwei Punkten.
Dr. Henry (René) Le Fort, 1901.
Le Fort erzeugte definierte Frakturen an Leichenköpfen durch Schläge; es ergaben sich drei typische Frakturverläufe (Le Fort I–III).
Horizontale Trennung der Maxilla vom Gesichtsschädel (über dem Alveolarfortsatz).
Pyramidenförmige Mittelgesichtsfraktur mit Beteiligung von Nasenwurzel und Infraorbitalrand.
Craniofaziale Disjunktion: komplette Trennung des Gesichtsschädels von der Schädelbasis.
Naso‑Orbito‑Ethmoidale Fraktur mit möglicher Beteiligung des medialen Lidbandes und der Tränenwege.
Type 1: Einzelstückfraktur (oft keine OP); Type 2: Trümmerfraktur mit Fixation; Type 3: schwere Trümmerung, komplexe Rekonstruktion nötig. (Ergänzend: Typ‑Skala 0–IV je nach Dislokation, Lidbändchen/Tränengangsbeteiligung).
Brillenhämatom, Weichteilverletzungen, front‑offener Biss, Hypästhesie, Epistaxis.
Interkanthalabstand messen, Bow‑string‑Test, bimanuelle Palpation.
Klinik: klarer Nasenausfluss; CT mit 0,5 mm coronalen Schnitten der Lamina cribriformis; Labor: Glukose‑Vergleich, β‑Transferrin; Visualisierung: fluoreszierende Flüssigkeit + transnasale Endoskopie.
Gehirn‑ und Wirbelsäulenverletzungen, Blutungen (A. maxillaris, Ethmoidalgefäße), Rhinoliquorrhoe, Weichteilverletzungen.
Kompression der Maxilla an die Schädelbasis, hintere Belocque‑ und vordere Nasentamponade (Jodoformgaze), ggf. Angiographie.
Intraoral (Vestibulum) und extraoral (Bügelschnitt/bicoronar, subciliär, infraorbital, Augenbrauenschnitt).
Bügelschnitt über die Kopfhaut mit Ablösung bis Stirn/Temporalregion; weiter Zugang zu oberen Mittelgesichtsanteilen.
Reposition, Ruhigstellung, Retention, Rehabilitation.
Nasale Intubation oft nicht möglich; Alternativen: Tracheotomie oder submandibuläre Intubation.